Rede zur Mitgliederversammlung am 13. Februar 2011

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Inhaltlich komprimierte Darstellung der Mitgliederversammlung der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V. am 13. Februar 2011

 

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Hans-Dieter Müller, einer von Intendant Bockelmann moderierten künstlerischen Einlage des Staatstheaters und der Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit folgte der Bericht des Vorsitzenden, der im Folgenden auszugsweise, teilweise wörtlich, wieder gegeben wird.

Mitgliederversammlung am 13. Februar 2011„….Die Mitgliederzahl ist per Ende 2010 mit 409 gleich geblieben. Im Hinblick auf unser finanzielles und politisches Gewicht ist das zu wenig, auch wenn manchmal Ehepaare als 1 Mitglied gezählt werden, wir also mehr Personen hinter uns haben, als die Mitgliederzahl ausdrückt…. meine fast schon stereotype Bitte an Sie: Werben Sie Mitglieder! 409 Freunde, die sich bekennen und zuverlässig spenden, sind zu wenig für eine Kulturstadt wie Kassel. Werben Sie Mitglieder, wenn möglich aus dem Kreis der 45-50jährigen. Und wenn ein wenig mehr Unternehmer oder zumindest Geschäftsführer dabei wären, wäre das auch gut, denn wir brauchen nicht nur eine finanziell starke Basis, sondern auch erstklassige Kontakte zu Wirtschaft und Politik…...

. wir haben rein quantitativ festzustellen, dass es im Berichtsjahr 2010 immerhin 37 Premieren gab, drei mehr, als im Vorjahr. Es sind allerdings auch 6 Premieren der Spielclubs mit gezählt – aber auch die Spielclubs binden natürlich Ressourcen und holen Publikum heran, sind also wertvoller Bestandteil des Theaterbetriebs, benötigen Proben- und Aufführungstermine. Der Spielbetrieb im engeren Sinne hat von 34 auf 31 Premieren wieder abgenommen. Es wird immer weniger – schade. Ich habe mal in alten Unterlagen nachgesehen. Immerhin hatten wir 2003 noch 49 und im Jahr 2004 noch 41 Premieren. Klar, dass die Sparzwänge und die Verkleinerung der Ensembles dafür ausschlaggebend waren, aber …. das wirkt sich mit Sicherheit auch auf die Besucherzahlen und die Einnahmen aus, die in Wiesbaden wichtige Kennzahlen sind….. . 9 der 37 Premieren gab es im Opernhaus, 10 im Schauspielhaus, 18 im Tif.

Bedauerlich ist es, dass die Besucherzahlen nach dem schönen Zuwachs um 6.6 % im vorigen Jahr einen starken Dämpfer bekommen haben – sie gingen um 8 % zurück. Dass das nur alle zwei Jahre stattfindende Sommertheater dabei eine Rolle gespielt hat, ist schon klar, aber das alleine ist es wohl nicht. Das sollte ein Ansporn sein, nicht nur durch gute Publikumsresonanz im normalen Spielbetrieb zu glänzen, sondern das Sommertheater und Konzerte a la ABBA jedes Jahr aufzulegen – das sind und bleiben Publikumsmagnete, auch wenn das Wetter beim Sommertheater viel Unsicherheit birgt und die Kosten hoch sind. Zu den Kosten muss man eben konsequent den Weg einschlagen, der dieses Jahr mit der Partnerschaft mit der K+S AG gefunden wurde. Solche Gönner muss man sich bei Laune halten – deshalb auch von uns an dieser Stelle herzlichen Dank an den Vorstand von K+S, der deutlich kulturelle Flagge zeigt. In Wiesbaden braucht man nicht nur gute Zahlen, sondern auch die Partnerschaft mit einem wirtschaftlichen Schwergewicht wie K+S beeindruckt dort. Das muss das Theater mit dem Betroffenen abgestimmt professionell kommunizieren.

Die Träger mussten dieses Jahr knapp 5 % mehr zuschießen als im Vorjahr, wobei die Kostensteigerungen zu 90 % von den Tarifsteigerungen verursacht wurden, die der Theaterleitung nun wirklich nicht anzulasten sind. Aber an dieser Front droht Unheil.

Mitgliederversammlung am 13. Februar 2011Die Besucherzahlen sind im Hinblick auf die Träger und die Sponsoren wie K+S eminent wichtig, und es stellt sich die Frage, ob es nicht noch ein wenig mehr hätten werden können. Ein Punkt ist natürlich die Anzahl der Premieren bzw. Vorstellungen generell und der andere ist die gebotene Mischung und wie gut diese das Publikumsinteresse trifft. Aus unserem Mitgliederkreis erreichten mich leider wieder in diesem Sinne kritische Stimmen. Sicherlich waren es meistens Einzelmeinungen, aber das Publikumsverhalten bei einigen Vorstellungen sprach Bände.

Ich hatte es in den Vorjahren immer wieder angesprochen und wiederhole es. Das Kasseler Publikum misst seiner Oper einen hohen Stellenwert bei und erwartet einfach, dass diesem Wunsch durch mehr Neuproduktionen, mehr Vorstellungen, ein solides Repertoire und eine ausgewogene Mischung der Genres Rechnung getragen wird. Das ist…. nicht nur eine ernst zu nehmende, hoch liegende Meßlatte, lieber Herr Bockelmann – das ist eine Herausforderung. Zeigen Sie, dass Ihnen dies bewusst ist, auch wenn ich an dieser Stelle zu Ihrer Entlastung anführen darf, dass es die Theaterleitung vor eine besonders schwierige Aufgabe stellt, ein Repertoire aufzubauen, wenn sie aus Kostengründen mit einem kleinen Ensemble arbeiten muss.

Lassen Sie mich die Problematik an einem einzigen Beispiel verdeutlichen, lieber Herr Bockelmann, lieber Herr Ringborg: Sie haben Lear als Oper mit zeitgenössischer Musik an den Spielzeitanfang gesetzt. Haben Sie registriert, dass in der Premieren-Pause die Besucher massenweise das Haus verlassen haben? Sicher ja !

Zum einen erregte bei einem beträchtlichen Teil des Publikums die Inszenierung respektive das Bühnenbild Widerspruch, zum anderen waren die Besucher von der Musik heraus- wenn nicht gar überfordert. Meine Frau und ich bleiben aus Grundsatz immer bis zum Ende und uns hat es gefallen, denn die Musik, zwar ungewohnt und teilweise quälend für das Ohr, unterstützte die Handlung dramatisch. Gesungen und gespielt wurde hervorragend ! Aber ich kann auch nachvollziehen, dass viele nicht mehr von Musik sprechen wollten, letztlich nur noch das Orchester und die Sänger bewunderten, die diese schwierige Musik professionell darboten.

Das Publikum sollte bedenken: Aribert Reimann ist einer der etabliertesten Komponisten der Gegenwart. Es muss, auch und gerade in einer Kulturstadt wie Kassel möglich sein, seine Kunst zu präsentieren. Man fragt sich, warum das nur eingeschränkt gelungen ist…..Auch solche schwierigen und hoch anspruchsvollen Produktionen wie Lear gehören auf den Spielplan – unbedingt sogar, denn das Theater lebt vom Experiment, von der Abwechslung, lebt davon, dem Besucher nicht nur Wohlbefinden und Vergnügen zu vermitteln, wie jüngst auch der schwere Stoff bei Woyzeck.

Sie haben ganz sicher gewusst, dass Lear das Publikum spalten wird. Dann frage ich mich, als aus der Wirtschaft kommender Besucher, ob es denn unbedingt sein musste, damit die Spielzeit zu eröffnen. Marketing sollte auch bei derartigen konzeptionellen Überlegungen eine Rolle spielen. Unter Marketinggesichtspunkten und mit einem Auge nach Wiesbaden schielend war es m. E. falsch, solch harte Kunst als Auftakt zu wählren.

Der Spielzeitauftakt soll die Besucher erwartungsfroh stimmen, zu positiver Mundpropaganda anregen um in der bevorstehenden Spielzeit möglichst viele Besucher anzulocken. Das genau wurde mit Lear nicht erreicht. Ich kenne nicht wenige Besucher, die nachhaltig vergrault wurden.

Wenn Sie diese bewusst provozierende Inszenierung irgendwann später ins Programm genommen hätten, hätte Ihnen das niemand übel genommen – im Gegenteil, Sie hätten Anerkennung für das Projekt bekommen – und die Aufmerksamkeit der Kritiker hätte auch ein paar Monate später geweckt werden können. Theater spielt für den Besucher, nicht in erster Linie für die Kritik und sich selbst.

Aber ich will natürlich nicht den Eindruck erwecken, als müssten wir über eine generell schlechte Qualität unseres Hauses klagen – im Gegenteil ! Qualität zählt – sie ist bei uns in allen Sparten unter dem Strich sehr gut, das möchte ich ausdrücklich betonen. Diese Qualität wird vom Publikum wahrgenommen und anerkannt, auch wenn , - offensichtlich unvermeidlich für ein Theater, das etwas auf sich hält -, immer wieder auch in 2010 Inszenierungen stattfanden, die nicht gut ankamen. Einzelheiten will ich neben dem soeben genannten prominenten Beispiel gar nicht vertiefen, denn das ist normal, soll und wird auch so bleiben, sonst wird es uns langweilig. Im Vergleich zum Vorjahr gab es eine deutliche Entspannung, es floss weniger Blut und die Sprache war „ordentlicher“. Das mag auch mit dem Motto der vorigen Spielzeit zu tun haben, das Exzesse forderte. Dass es für die Spielzeit 2010/2011 kein Motto gibt, bleibt festzustellen – ob uns deshalb wirklich etwas gefehlt hat, ist zu bezweifeln. Nicht so gut angenommene Stücke haben in der Regel nichts mit der Leistung der darstellenden Künstler zu tun – im Gegenteil, sie werden bewundert, wie professionell sie ihren Beruf ausüben. Dafür unsere ausdrückliche Anerkennung!

Das Weihnachtsstück Die verzauberten Brüder wurde sehr positiv von den Besuchern kommentiert und dominierte natürlich den Spielplan im Dezember. Dieses hohe Gewicht besteht zu Recht, nicht nur wegen der Einnahmen, sondern weil die Kinder unsere Besucher der Zukunft sind!

Ähnlich zu beurteilen sind die ABBA-Konzerte – ein Publikumshit, der Besucherzahlen und Einnahmen bringt, wie auch das Neujahrskonzert. Zum Neujahrskonzert noch eine Anregung aus meiner ganz persönlichen Sicht: Wenn dafür der Eintritt höher wäre, wäre das auch in Ordnung.

Heute auch einmal ein Wort zum Bühnenbild: Die Stimmen im Publikum zeigten, dass die Bühnenbilder von Unschuld, Kleiner Mann, was nun, Breitengrad, Hänsel und Gretel und Warten auf Godot gut ankamen und nicht erkennen ließen, unter welchem Sparzwang das Haus steht. Kompliment! Dass das Bühnenbild für Unschuld überregional positiv bewertet wurde, ist besonders erfreulich. Chapeau für Herrn Roskamp !

Das Schauspiel bot fast durchweg sehr Sehens- und Hörenswertes. Einzelne Stücke besonders hervor zu heben, wäre ungerecht. Man muss die unserem Haus doch recht wohl gesonnene Presse noch zu mehr Lob und zu häufigerer Berichterstattung anregen – vor allem junge Leute kommen gerne ins Schauspiel, das sehen wir bei unserem Jugendkarten-Verkauf.

Im Kinder- und Jugendtheater, das merken wir an der Reaktion ganzer Schulklassen, kam das Stück „Schwarz wie Tinte“ hervorragend an und der Versuch, im Musiktheater mit „INTO THE WOODS“ etwas Freches, Witziges, Spritziges mit deutlichen Kassel-Bezug zu bringen, verdient auch höchste Anerkennung, auch wenn hier die Meinungen wieder deutlich auseinander gehen. Hier wäre mehr Presse förderlich gewesen.

Überhaupt wurde die Oper wieder gelobt, sieht man einmal von Lear ab. Dass wieder eine ElektrOpera aufgelegt werden soll, wird begrüßt, weckt diese Art der Arbeit doch sehr das Interesse der jüngeren Generation.

Die Musicals erfüllten die Besucher- und hoffentlich auch die Kassenerwartungen. Auch die in diesem Genre gebotene Qualität ist gut. Alles im Theater ist Geschmackssache – aber dass man auch ein wenig auf Besucherzahlen und Einnahmen schielt, ist angesichts des Kostendrucks und der Wiesbadener Tendenzen verständlich.

Das Tanztheater hat nach der teilweise massiven Kritik im Jahr 2009 nun in 2010 wieder an bessere Zeiten angeknüpft. Ich bin kein Tanzexperte, auch wenn ich gerne hin gehe. Ich weiß aber, dass es von Experten einige Kritik gibt. Ich empfehle der Theaterleitung, das Gespräch zu suchen und vermittle gerne den Kontakt, denn diese Sparte bedarf der sorgsamen Pflege - Wiesbaden ist durch ein Gutachten aufgescheucht, darauf komme ich noch zurück. Aber das Gutachten sollte den Ehrgeiz des Tanztheaters anstacheln, besonders gute Leistungen und hohe Besucherzahlen zu generieren. Modernes Tanztheater ist oft eine schwierige Kost und erklärungsbedürftig. Es bietet aber auch die Chance, junge Leute, neue Kreise als Besucher zu gewinnen. Da muss eine professionellere Marketingarbeit geleistet werden. Erarbeiten Sie mit der HNA ein Konzept, wie man den Tanz öfter erklärt und schmackhaft macht.

Auch im Jahr 2010 sind wieder neue Künstler gekommen – einige davon haben wir im Resonanzboden bereits vorgestellt , einige werden sich am 28.2. im Resonanzboden vorstellen – allerdings haben wir die meisten schon auf der Bühne oder im Open Air–Konzert bewundern können. Ich finde, dass die Theaterleitung durchweg gut ausgewählt hat. Den neuen Künstlern bringen wir größtes Wohlwollen entgegen und wünschen ihnen viel Erfolg auf der Bühne – denn das kommt dann uns auch selbst zu Gute.

Der Nachwuchspreis ist eine gute Gelegenheit für uns, Flagge zu zeigen, Anerkennung öffentlich auszusprechen und Leistung zu belohnen. Wir haben 2010 die Sopranistin Nina Bernsteiner und den Tänzer Ryan Mason ausgezeichnet. Frau Ingrid Froseth bekam einen Sonderpreis, weil sie die Altergrenze gerade um ein paar Wochen überschritten hatte, um von der Jury noch berücksichtigt werden zu können. Alle drei haben sich durch Vielseitigkeit und Ausdrucksstärke zu Publikumslieblingen gemausert. Wir gratulieren an dieser Stelle nochmals und ich danke der Jury.

Das Publikum will gut unterhalten sein. Es will durchaus Unerwartetes, Unbekanntes und Ungewisses erleben und es hasst Langeweile. Es will Klassik, Werktreue und Ästhetik ebenso wie die Auseinandersetzung, Paradoxes, Experimentelles – das ist die Quadratur des Kreises. Das Theater muss sich immer auf’s Neue daran versuchen.. Das kann man bei den Preisträgern erleben, und da sie alle noch bei uns sind, sollte man hingehen und kritisch überprüfen, ob sie den Preis zu Recht bekommen haben. Tun Sie es !

Lassen Sie mich diesen Teil meines Vortrags mit einem Zitat beenden. In einer Werbebroschüre der Berliner Volksbühne aus dem Jahr 1929 steht:

Kein anderes künstlerisches Erlebnis vermag so wie eine gute Theatervorstellung die Gefühle in Schwingungen zu versetzen, unser Innerstes zu erschüttern, den Blick zu weiten und uns wahrhaft reicher zu machen; kein anderes künstlerisches Erlebnis ist auch in gleicher Weise imstande, unserem sozialen Streben neue Impulse zu geben, d.h. uns für hohe Ziele einer gesunden Neugestaltung der menschlichen Gesellschaft zu begeistern. Es gilt nur, für ein Theater zu sorgen, das sich seiner hohen kulturellen Mission bewusst ist und nicht bloß geschäftlichen Zwecken dient.“

Der letzte Satz des Zitats aus 1929 hat allerdings angesichts der leeren Kassen der Träger unseres Theaters nur bedingt aktuelle Relevanz, denn die Zahlen sind Fakten, an denen man sich orientieren muss.

Damit bin ich bei einigen Punkten aus dem Tagesgeschäft angekommen, die berichtenswert sind.

  1. Das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat im Dezember 2010 ein Gutachten der

Unternehmensberatung actori über die Entwicklung von strategischen Zukunftsoptionen für die drei hessischen Staatstheater veröffentlicht. Die HNA berichtete darüber. Das Gutachten entstand vor dem Hintergrund der Entwicklung der öffentlichen Haushalte sowie der Tarifentwicklung bei den Theatern. Es sollten im Auftrag des Ministeriums Optimierungspotentiale untersucht werden unter Aufrechterhaltung des Theaterbetriebs in ähnlichem Umfang. Man beachte: „In ähnlichem Umfang“ ! Durchgespielt wurden dazu jeweils die Auswirkungen der Schließungen der Tanzsparten. Für Kassel wurde ausdrücklich neben dem Tanztheater auch das für uns so wertvolle tif konkret als theoretisches Einsparpotenzial genannt. Meine Damen und Herren: Jetzt liegt es schwarz auf weiß auf dem Tisch! Das sind die ersten Anzeichen für schmerzliche Eingriffe. Jetzt verstehen Sie auch meine Andeutungen, als ich vorhin von unserem Tanztheater sprach und publikumswirksame Veränderungen anmahnte. Die Sparte muss ihre Berechtigung über eine gute Publikumsresonanz zeigen und sich selbst durch Leistung gegen die Bedrohung stemmen. Das Gleiche gilt für das tif, wobei diese Benennung im Gutachten so besonders absurd ist, weil damit die Sparte des Kinder- und Jugendtheaters ausradiert würde. Das darf nicht passieren. Deshalb ist auch der letzte Satz aus dem Zitat von 1929 in Frage zu ziehen. Das Theater muss durchaus auch kaufmännisch denken und seine Existenzberechtigung mit Besucher- und Erlöszahlen untermauern. Marketing und Sponsoring müssen aktiv forciert werden.

Wir sind zur Wachsamkeit aufgerufen, auch wenn der Kelch im Jahr 2011 an unseren Theatern vorbei ging und sich die Kasseler Ministerin, Frau Kühne-Hörmann, nicht gegen das Theater stellte. Aber so ganz eindeutig ist ihre Position in Bezug auf die Spartenexistenz nicht – wir müssen gemeinsam daran arbeiten, dass sie alle Sparten aus Überzeugung verteidigt. Auch unseren OB Hilgen müssen wir durch Engagement und Leistung davon überzeugen, dass wir für ihn als Dreispartenhaus wichtig sind. Glücklicher Weise hat er beim Neujahrsempfang der Stadt Kassel ein klares Bekenntnis dazu abgegeben. Daran wird er zu messen sein. Ich weiß, dass unser Intendant die Erhaltung der drei Sparten sozusagen zu einer Grundsatzfrage über sein Wirken in Kassel erhoben hat und glücklicherweise hat unsere Bundesvereinigung MUTHEA sich bereits dieses Themas angenommen. Es wird gerade damit begonnen, dass die drei Fördervereine der hessischen Staatstheater zusammen mit den Vereinen in Marburg und Giessen mit Hilfe der Bundesvereinigung gemeinsam daran arbeiten, dass unsere Theaterlandschaft und ganz konkret unser Dreispartenhaus erhalten bleibt. Ich habe unsere Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert und darf dies heute auch an die Theaterleitung signalisieren. Wir werden mit Ihnen zusammen kämpfen. Unsere Stimme als Bürgerverein wird öffentlichkeitswirksam bei Bedarf erhoben, soll aber nicht für Unwichtiges inflationär verramscht werden! Kürzlich gab es schon einmal von der HNA in Kassel eine Bürgerabstimmung im Internet. Die weit überwiegende Mehrheit, nämlich 85 % der Stimmen, war für den Erhalt des Theaters in der aktuellen Struktur – trotz der immer wieder bemühten unrichtigen Argumentation der übermäßigen Subventionierung.

  1. Damit bin ich auch schon bei der Untersuchung der Universität Kassel, …die erbrachte, dass

jeder Euro Zuschuss der Träger Stadt und Land eine Wertschöpfung von 1,42 auslöst. Fast jedes Jahr habe ich an dieser Stelle diesen Aspekt unter dem Stichwort „Theater ist ein bedeutender weicher Standortfaktor für die regionale Wirtschaft“ ausdrücklich betont. Die Untersuchung quantifiziert das in harter Währung: Direkte und indirekte wirtschaftliche Auswirkungen sowie steuerliche Auswirkungen durch die Ausgaben der Theaterbesucher aus nah und fern, durch die Lohn- und Gehaltsempfänger des Theaters, durch die Ausgaben der künstlerischen Gäste sowie die Sach- und Materialausgaben des Theaters und Investitionen in benachbarten Segmenten summieren sich gegenüber 27,3 Mio Ausgaben der Träger jährlich auf 38,8 Mio, - wenngleich dieser Betrag nicht direkt in die Stadtkasse oder an das Land Hessen fließt – zumindest fließt er zu guten Teilen an die öffentliche Hand.

Jede Rechnung enthält angreifbare Positionen – aber die Tendenz, die diese Untersuchung zeigt, sollte uns und die Theatermacher selbstbewusst stimmen. Land und Stadt anerkennen dies, bewerten aber die „weichen Faktoren“ des Theaters wie z.B. seinen Beitrag zur kulturellen Bildung, zum Wissenstransfer, zur optischen Präsenz im Stadtbild und zum Tourismus generell mindestens gleich hoch wie die harten Zahlen. Unser OB Hilgen hat sich bei der Präsentation der Untersuchung am 28.2010 zu der Aussage hinreißen lassen, dass das Theater unverzichtbar sei. Er hat es aber im Gegensatz zum Neujahrsempfang vermieden, den Aspekt des Dreispartenhauses anzusprechen – darum wird es wohl in naher Zukunft gehen und dazu müssen wir und das Theater, besonders aber die Sparten Tanz und Kinder- und Jugendtheater selbst eindrucksvolle Beiträge leisten.

  1. Die Theaterreise 2010 führte nach Merseburg und Bad Lauchstädt, wo wir in dem bezaubernden

Goethetheater eine wunderschöne, einfallsreiche Aufführung der Zauberflöte sahen. Es wurde uns eindrucksvoll gezeigt, wie man mit bescheidensten Mitteln Sehens- und Hörenswertes produzieren kann. Wir besichtigten den Fundort der Himmelsscheibe von Nebra und die Dornburger Schlösser – dieses Mal nicht bei Nebel. Die Reise war, wie immer, wenige Stunden nach Bekanntgabe ausgebucht und wieder ein großer Erfolg. Unser Ehrenmitglied, Herr Dr. Walter Giesler, hatte diese Reise zusammen mit seiner Gattin in vorbildlicher Weise vorbereitet, wofür ihnen nicht genug gedankt werden kann.

  1. Unsere Jugendarbeit war wieder ein voller Erfolg. Ich hatte voriges Jahr, einen Spendenaufruf

gestartet…..Der Erfolg war ausgezeichnet. Es kamen mehr als 17.000,- Euro zusammen, wofür einigen unserer Mitglieder zu danken ist, vor allem aber dem herausragenden Engagement folgender Firmen und Institutionen:

Kasseler Sparkasse, Kasseler Bank, Deutsche Bank, Hübner GmbH, K+S AG, Rudolph GmbH, Johannnes Fehr GmbH, Krieger und Schramm GmbH, Bauunternehmung.

Wir konnten im Jahr 2010 wieder mehr als 2.500 Jugendliche über die von uns subventionierten Jugendkarten zu einem Theaterbesuch animieren – seit Beginn dieser Förderaktion Ende 2008 waren es rund 7.400 Jugendliche. Ich finde, dass wir hier beispielgebend Zukunftsarbeit für das Theater geleistet haben. Durch die genannten Sonderspenden im letzten Jahr ist der Jugendetat für fast zwei Jahre gesichert.

Normaler Weise fördern wir nur ausgewählte Vorstellungen in Abstimmung mit Herrn Volk. Es hat sich aber eingebürgert, dass ganze Schulklassen Stücke besuchen und im Unterricht verarbeiten wollen, die nicht auf unserem Förderplan stehen. Wir subventionieren diese Vorstellungen auf gezielte Anfrage auch, ebenso wie bestimmte Jugendangebote des kurhessischen Besucherrings. Ich hoffe, dass Sie das richtig finden. Der Verkauf der geförderten Karten erfolgt durch Teams freiwillig mitarbeitender Mitglieder unseres Vereins an einem gesonderten Verkaufstisch in Kassennähe. Ich darf an dieser Stelle den vielen Freiwilligen aus Ihren Reihen danken, die an den bisher rund 150 Terminen treu ihren Dienst für die gute Sache geleistet haben.

Ich habe im letzten Rundschreiben um Mithilfe gebeten – es gab leider nur zwei neue Freiwillige. Das ist traurig. Bitte überlegen Sie es sich nochmals – wir brauchen Ihre Unterstützung.

Den eindeutigen Schwerpunkt unserer Arbeit bilden die gymnasialen Zielgruppen. Das hier latent vorliegende Interesse soll verstärkt geweckt werden, weil diese Gruppen auch das vermutet relevante (Abo-) Publikum der Zukunft sind. Initiiert von unserem Mitglied Joachim Neher gab es als erste Schwerpunktaktivität in Abstimmung mit der Theaterleitung am 19.1.2010 im Schauspielhaus eine „Spielzeitrevue“. Aufgrund des sensationellen Erfolgs dieser Spielzeitrevue, - das junge Publikum raste vor Begeisterung und wir brachten neben den 40 verlosten Jugendabos noch 46 verkaufte Abos, also insgesamt 86 Abos an die Frau oder den Mann -, haben wir am 7. Februar 2011 diese Spielzeitrevue wiederholt. Wieder war das Schauspielhaus bei einem Eintrittspreis von 1 Euro nahezu ausverkauft. Dieses Mal verlosten wir nur 30 Jugendabos und verkauften weitere 48 Abos, insgesamt wurden also wieder 78 Abos gewonnen. Das sind dann im Endeffekt knapp 400 Vorstellungsbesuche durch Jugendliche. Ein tolles Ergebnis, meine ich.

Wieder danke ich Herrn Bockelmann für die Moderation des Abends, den Künstlerinnen und Künstlern für ihren Auftritt sowie den dafür engagierten Lehrerinnen und Lehrern und besonders unserem Mitglied, Herrn Joachim Neher, für seine Idee und sein Engagement und meinen Vorstandskollegen mit Ihren Partnerinnen und Partnern, die die Abo-Verkaufstische besetzten.

Zum Abschluss noch eine Bemerkung zur Jugendarbeit des Staatstheaters selbst. Lieber Herr Bockelmann. Es ist beeindruckend, was getan wird. Nur, ich wiederhole mich: Warum hört man so wenig darüber? Sie haben doch eine PR-Abteilung, die das Thema regelmäßig in die Medien bringen könnte, denn nicht nur die Lehrer müssen das erfahren, sondern vor allem Eltern und die Schüler selbst. Kreative Köpfe können sich sicher berichtenswerte Anlässe ausdenken, damit die Presse nicht an einer Berichterstattung vorbei kommt. Das stärkt dann auch die Position des KJT im tif. Hauen Sie doch regelmäßig damit kräftig auf den Putz – Sie haben Tolles zu bieten ! So kann man am besten das actori-Gutachten ausbremsen.

  1. Mitte 2010 habe ich Sie in einem Rundschreiben informiert, dass der verein ballett Kassel mit

uns Gespräche über eine Fusion aufgenommen hat und wir gut voran kommen. Leider kam es aber nicht zu einem erfolgreichen Abschluss, weil wir beispielsweise eine Änderung unseres Vereinsnamens und die Erweiterung unserer satzungsmäßigen Aufgaben um das gezielte Engagement externer Ballettkompanien abgelehnt haben. Frau Gath, der Vorsitzenden des vereins ballett, danke ich für die ausgesprochen harmonischen Gespräche. Vielleicht ist ja noch nicht aller Tage Abend.

  1. Meine Frau und ich besuchten die Mitgliederversammlung des Fördervereins Deutsches

Theater in Göttingen und brachten interessante Anregungen mit – unter anderem die Idee die Leporellos auszutauschen und sich öfter anlässlich interessanter Vorstellungen gegenseitig zu besuchen.

  1. Unser neues Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit, Herr Morgenthal, hat sich um unsere

homepage gekümmert, die in die Jahre gekommen war. Er hat sie in Zusammenarbeit mit Herrn Leo Nobach modernisiert. Sie wird von ihm jetzt laufend aktualisiert. Besuchen Sie die neue homepage im Internet über die bekannte Adresse www.fg-staatstheater-kassel.de.

  1. Unser GMD, Herr Ringborg, hat in den letzten Monaten die Idee entwickelt, nach den Mustern der

Häuser in Frankfurt und Köln ein Opernstudio einzurichten. Junge, begabte Künstler können die für ihr Fortkommen dringend benötigte praktische Bühnenerfahrung sammeln und unser Haus hat die Chance, günstig an besonders begabte Künstler heran zu kommen. Die weltberühmte Sängerin Te Kanawa übernimmt die Schirmherrschaft und internationale Sponsoren sollen gewonnen werden, die an unseren Verein Gelder spenden, die zweckgebunden für steuerfreie Stipendien verwendet werden. Vorbildlich hier unsere Sparkasse, die bereits 10.000,- gespendet hat. Wir haben zum Glück eine Klärung beim Finanzamt vorgenommen und konnten so folgenschwere Fehler in den Vergaberichtlinien vermeiden, die möglicherweise ein steuerpflichtiges Arbeitsverhältnis der Stipendiaten mit uns begründet hätten. Wir haben deshalb heute auch eine Satzungsänderung auf der Tagesordnung. Herr Dr. Spalckhaver trägt dies vor und die Theaterleitung sagt sicherlich auch noch ein paar Worte zu diesem Projekt.“

 

Danach folgte der Bericht des Intendanten Thomas Bockelmann. Er verwies darauf, dass bei der Zählung der Premieren die Vergleichbarkeit mit der Ära seines Vorgängers nicht gegeben sei, weil dort auch kleinste Abendveranstaltungen gezählt wurden, die aktuell auch stattfinden (anerkennender Beifall), aber nicht in die Statistik einfließen. Er verwies mit Stolz auf den, neben den durch die Spielzeitrevue generierten Jugendabos, extrem erfreulichen Anstieg der normalen Jugendabos und führte dies auf die Jugendarbeit des Hauses zurück. Zu den Rückgängen der Besucherzahlen verwies er nochmals auf die Rolle des Sommertheaters, betonte aber gleichzeitig, dass das letzte Jahr das Jahr mit der zweithöchsten Besucherzahl in seiner Zeit als Intendant ist. Er dankte ausdrücklich für die Unterstützung durch die K+S AG im laufenden Jahr und lobte die Fördergesellschaft dafür, dass Herr Morgenthal von K+S in den Vorstand berufen wurde. Im Hinblick auf das actori-Gutachten kündigte er an, dass er „nicht nach Wiesbaden schiele, sondern den Entscheidungsträgern direkt ins Auge blicke“ und keineswegs bereit sein, seine künstlerischen Ansprüche der politischen oder wirtschaftlichen Sicht unter zu ordnen. Die Tänzerinnen und Tänzer benötigen aus seiner Sicht keinen Druck aus Wiesbaden, um Bestleistungen zu zeigen. Sie „brennen“ und geben immer ihr Bestes. Er dankte insbesondere Herrn OB Hilgen für sein klares Bekenntnis zum Dreispartenhaus, das er nicht nur auf dem Neujahrsempfang der Stadt Kassel, sondern erst vor wenigen Tagen auch auf der Betriebsversammlung des Hauses abgegeben habe. Zum Beispiel von Lear betonte er, dass die Theaterleitung dieses Stück ganz bewusst als Spielzeitauftakt gewählt hat, weil man klar nach außen zeigen wollte, dass in Kassel derartig schwierige Stücke gewagt werden. Er zitierte einen Intendantenkollegen, der ihn dafür lobte und bewunderte, mit dem Hinweis, dass man das an seinem Haus nicht riskieren könne. Er freue sich auch, dass der Komponist selbst hoch erfreut über diese Aufführung war („wie eine zweite Uraufführung“) und dass er auch viel Zustimmung vom Publikum bekommen habe. Gleichzeitig verwies er darauf, dass das restliche Programm doch sehr die Publikumswünsche berücksichtige und im nächsten Jahr diese Linie fortgesetzt wird. Der Hinweis von Müller, dass im Vergleich zum Vorjahr „die Sprache ordentlicher geworden ist“ begegnete er mit der Ankündigung, dass „die ordentliche Sprache“ nicht im Fokus stünde, je nach Stück unordentlich bliebe – ordentlich wären ausschließlich die Bücher des Hauses, die auch für letztes Jahr wieder einen positiven Abschluss aufweisen.

Was die Kommunikation der Leistung der Sparten nach außen angeht wäre die Arbeit des Hauses ausreichend aktiv, stieße aber an die Grenzen, die Herrn Fritsch bei der HNA rein quantitativ gesetzt sind. Im übrigen würde man z.B. seit einiger Zeit den Tanz, ähnlich wie das Schauspiel, durch Einführungen unmittelbar vor der Aufführung dem Publikum erklären, käme so dem von Müller geäußertem Wunsch nach mehr Kommunikation schon von sich aus nach.

Die Konsequenzen des actori-Gutachtens seien für 2011 abgewendet, aber für die Folgezeit müsse man sich wappnen. Er verwies darauf, dass die Träger die weichen Faktoren des Theaters sehr hoch gewichten und betonte, dass man deshalb das Thema „Bildung“ in diesem Zusammenhang in den Vordergrund rücken müsse. Er bat in diesem Sinne um Unterstützung durch die Mitglieder der Fördergesellschaft. Müller betonte, dass er diese Unterstützung bereits ausdrücklich zugesichert habe und auf das Zusammenwirken mit Muthea setze.

Nach den Ausführungen des Intendanten folgten der Kassenbericht durch den Schatzmeister Ingo Buchholz, der von einer erfreulichen Kassenlage berichtete (der Abschluss 2010 war mit der Einladung verschickt worden) und mitteilte, dass unter Berücksichtigung der zweckgebundenen Spenden für 2011 ein Betrag von 45.200 zur Förderung zur Verfügung stehe. Er stellte auch deutlich heraus, dass in den vergangenen 13 Jahren die Fördersumme für das Theater 1,1 Mio betragen hat. Danach folgte der Bericht des Kassenprüfers Peter Orthofer, der keine Beanstandungen vor zu bringen hatte und die Entlastung des Vorstands beantragte, die dann auch einstimmig erfolgte. Der Vorsitzende dankte ausdrücklich dem Vorstand der Sparkasse Kassel für die Kassenführung, der Kassenführerin, Frau Pudack, dem Dittmann-Sekretariat in Person von Frau Große, Frau Müller und Frau Giesler für die vielfältige Unterstützung. Danach stellte er den Antrag der Theaterleitung vom 2.12.2010 auf finanzielle Förderungen im Jahr 2011 zur Diskussion, wobei der Antrag vom Intendanten Thomas Bockelmann erläutert wurde. Die Mitgliederversammlung folgte der Empfehlung des Vorstands einstimmig. Es ergab sich folgende Förderungsstruktur: Die Fördersumme von 45.200,- teilt sich wie folgt auf:

- Musiktheater inkl. Orchesterakademie 43 %,

- Schauspiel inkl. Kinder- u. Jugendtheater 39 %

- Tanztheater 18 %,

Insgesamt enthalten sind 9.700,- € für Kinder- und Jugendprojekte in Oper und Schauspiel– immerhin fast 21 % der Gesamtförderung. (Die Förderung wird im nächsten Rundschreiben im Detail dargestellt.)

Danach berichtete Frau Dr. Nobach detailliert über die Veranstaltungsreihe „Resonanzboden“ im Jahr 2010. Der Vorsitzende stellte heraus, dass der Resonanzboden mit inzwischen 80 Veranstaltungen zu einer Institution in Kassel geworden ist und er dankte dem Moderatorenteam, bestehend aus Frau Dr. Nobach, Frau Gerke-Heine und Herrn Kling für die vorzügliche Organisation und Moderation und den Mitwirkenden des Theaters für ihre Kooperation.

Unter Tagesordnungspunkt 9 stellte einführend GMD Patrik Ringborg nochmals ausführlich seine Planung eines Opernstudios dar, bei dem der auf die Fördergesellschaft entfallende finanzielle Part durch externe Spender abgedeckt sein wird (2011 sei durch die Spendenzusagen von Herrn Hilgen bereits gesichert). Die zwei ersten Mitglieder des Opernstudios wurden von ihm bereits ausgewählt. Auch der Deutschunterricht für ausländische Kräfte ist sicher gestellt. Er kündigte an, dass die Schirmherrin Te Kanawa auch in Aussicht gestellt habe, ein Mal pro Jahr selbst an der Ausbildung in Kassel mit zu wirken. Im Hinblick auf Lear betonte er nochmals, dass das Musiktheater damit einen hoch anspruchsvollen Stoff meisterhaft bewältigt habe. Besonders erfreut zeigte er sich über die gute Publikumsresonanz der Konzerte, die mit 96 % Auslastung einen absoluten Spitzenwert erreicht haben. Danach stellte Herr Dr. Spalckhaver die in der Einladung bereits angekündigte Satzungsänderung zur Diskussion und Abstimmung. Die anwesenden 82 Mitglieder genehmigten die Satzungsänderung einstimmig ( eine Enthaltung, Feststellung des Ergebnisses auf Basis der schriftlichen Anwesenheitsliste im Subtraktionsverfahren). Die Anregung eines Mitglieds auf Änderung des Textes in „…Nachwuchskünstlerinnen und -künstler“ wurde wegen der weit reichenden Änderungskonsequenzen in den Formulierungen der gesamten Satzung nicht aufgegriffen. Damit lautet die Satzung, wie in der Einladung angekündigt, in § 2 wie folgt: „….sowie durch Vergabe von Stipendien zur Förderung der Ausbildung von Nachwuchskünstlern“.

Unter Tagesordnungspunkt Verschiedenes gab es weder vom Vostand, noch von den anwesenden Mitgliedern zu behandelnde Punkte.

Danach beendete der Vorsitzende die Mitgliederversammlung, nicht ohne sich beim gesamten Vorstand und bei der Theaterleitung für die hervorragende Zusammenarbeit und beim Gastronom des Staatstheater, Herrn Briggl, für die Bewirtung zu bedanken.