Rede zur Jahreshauptversammlung am 10. Februar 2008

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Auszüge aus der Rede des Vorsitzenden H.-D. Müller

anlässlich der Mitgliederversammlung am 10. Februar 2008

 

Zusammengefasster Anfang der Rede:

Herr Müller begrüßte die Mitglieder, den Intendanten, Herrn Bockelmann, den Verwaltungsdirektor, Herrn Dr. Depenheuer, die Mitglieder des Theaterbeirats und die Vertreter der Volksbühne, Frau Falk, Herrn Bubenik und Herrn Mayer. Er bestellte den anwesenden 69 Mitgliedern und 4 Gästen die Grüße von Herrn Oberbürgermeister Hilgen, Herrn Bürgermeister Junge und Herrn Regierungspräsident Klein, die sich aus terminlichen Gründen entschuldigen ließen. Außerdem bestellte er die Grüße von Herrn Bandte aus Marburg, der dort Fördervereinsvorsitzender ist und gleichzeitig dem Vorstand der MUTHEA angehört.

Danach boten mehrere Ensemblemitglieder aus Schauspiel und Musiktheater, moderiert durch den Intendanten, Herrn Bockelmann, ein kleines Kaleidoskop. Sie demonstrierten eine erfreuliche Vielseitigkeit und ernteten dafür viel Beifall.

Nach der Feststellung der Formalien berichtete der Vorsitzende unter Tagesordnungspunkt 3 wie folgt:

 

Unser Vorstand hat im vergangenen Jahr vier Mal getagt und dabei eine Vielzahl von Einzelpunkten behandelt.

Anerkennend erwähnen möchte ich, dass die Theaterleitung bei jeder Vorstandssitzung ausführlich Bericht über ihre Arbeit und die aktuell anliegenden Themen erstattet hat.

Ich wiederum habe Sie mit vier ausführlichen Rundschreiben über das informiert, was sich im Verlauf des Jahres 2007 in unserem Verein ereignet hat. In einem fünften Rundschreiben habe ich darum gebeten, dass sich Freiwillige als Besetzung an der Kasse für die geförderten Jugendkarten melden. Es haben sich viele von Ihnen gemeldet. Herzlichen Dank für Ihren ehrenamtlichen Einsatz!

Ende 2006 hatten wir 405 Mitglieder. Die Mitgliederzahl ist auf 415 gestiegen.

Das freut uns. Besonders freuen wir uns, dass der Ballettverein Kassel und unser GMD Patrik Ringborg mit seiner Frau Mitglied wurden. Trotzdem:

Meine fast schon stereotype Bitte an Sie: Werben Sie Mitglieder! 415 Freunde, die sich bekennen und zuverlässig spenden, sind zu wenig für eine Kulturstadt wie Kassel. Mitglied bei uns zu sein ist kein Status, sondern eine Beziehung mit Bekennercharakter. Man ist auch nicht per se Förderer, sondern man wird es, sei es durch die Spende, durch Mithilfe und durch Öffentlichkeitsarbeit.


 

Rein quantitativ gab es im Vergleich zum Vorjahr eine Premiere mehr.

Den Schwerpunkt setzte die Theaterleitung im ersten Halbjahr nach dem Umzug ins sanierte Haus mit 25 Premieren - trotz des am Jahresanfang um zwei Wochen späteren Beginns.

Im zweiten Halbjahr gab es einen deutlichen Unterschied zu früheren Jahren. Es gab nämlich nur 11 Premieren, und zwar aus gutem Grund: Aus den Provisorien waren Übernahmen fast gar nicht möglich.

Wir hoffen, dass das Jahr 2008 mehr Spielraum für Sie bringt, lieber Herr Intendant.

11 der 36 Premieren gab es im Opernhaus mit zwei erfreulichen Produktionen des Tanztheaters und als Publikumsmagnet dem Weihnachtsstück Mio, mein Mio.

Drei Produktionen des Musiktheaters gab es im tif und im Schauspielhaus.

 

25 Premieren gab es im Schauspiel, davon acht im Schauspielhaus und 17 im tif bzw. den Foyers. Das tif, meine sehr geehrten Damen und Herren, wird oft unter Wert gehandelt - zu Unrecht. Gehen Sie hin, es wird Ihnen gefallen.

 

Die Kritik, die in der HNA im Hinblick auf neue Opernproduktionen in der laufenden Spielzeit geübt wurde, wird von einigen Mitgliedern geteilt. Ich wurde ausdrücklich gebeten, Ihnen, lieber Herr Bockelmann, auszurichten, dass Sie daran denken mögen, dass das Kasseler Publikum seiner Oper einen sehr hohen Stellenwert beimisst, der sich auch im Angebot widerspiegeln sollte.

Hoffmanns Erzählungen, Falstaff und das Musical Jesus Christ Superstar haben allerdings bisher guten Anklang gefunden.

Es ist wichtig, lieber Herr Bockelmann, Ihnen auch zu sagen, dass Ihre Arbeit im Schauspiel und im Tanztheater in den höchsten Tönen gelobt wird. Hier nachzulassen, wäre falsch.

Wir wissen, die Finanzen und personellen Resourcen setzen Grenzen. Wir trauen Ihnen aber den Ritt auf der Rasierklinge mit Bravour zu und wir sind gespannt, was dieses Jahr geboten wird.

Einen weiteren Wunsch darf ich auch noch platzieren:

Das Sommertheater hatte in den letzten Jahren einen festen Platz in der Publikumsgunst erobert. 2007 fiel es aus, aus vielerlei Gründen.

Wenn es mit den Ferienterminen besser passt:

Führen Sie es wieder ein, lieber Herr Bockelmann - das Publikum wird es Ihnen danken. Vielleicht sagen Sie nachher etwas zu diesem Thema.

An dieser Stelle muss ich unbedingt auf unseren neuen GMD, Herrn Patrik Ringborg, eingehen.

Er ist ein sympathischer, offener Mensch, der mit viel sichtbarem Enthusiasmus seine Aufgabe anpackt. Als GMD hat er eine Schlüsselposition im Haus. Was Sie bisher geboten haben, lieber Herr Ringborg, wird überall mit höchster Anerkennung aufgenommen. Sie haben eine erfreuliche Präsenz und Sie bringen offenkundig neuen Schwung herein. Wenn die nächste Spielzeit dann deutlicher Ihre eigene Handschrift trägt, ist mir um das künstlerische Niveau und um die Spannung im Spielplan nicht bange.

Herzlichen Dank, wir freuen uns, dass wir Sie haben und wir freuen uns auf das, was Sie uns in Zukunft bieten werden.

Dass Rasmus Baumann geht, ist schade. Wir wünschen ihm viel Glück und Erfolg in Gelsenkirchen. Ein guter Nachfolger wird sicherlich in den nächsten Tagen gefunden sein.

Der Wechsel von den Provisorien in das sanierte Haus stellte zum Anfang des Jahres 2007 das ganze Haus oft vor fast unlösbare Probleme. Staub und Lärm beeinträchtigen die Künstler, zahlreiche Proben mussten ausfallen, die Nerven lagen blank. Viel ungünstiger konnten die Startbedingungen nicht sein. Trotzdem ist der Übergang gelungen. Der Start im sanierten Haus war mit Tristan und Isolde fulminant.

Jetzt aber muss mit einem teilweise neuen Ensemble in Oper und Schauspiel ein qualitativ ansprechendes Repertoire aufgebaut werden.

Meine Damen und Herren, ich überlasse Einzelbewertungen der Stücke Ihrer persönlichen Sicht, denn über Geschmack will ich mit niemand streiten.

Die ganz großen Provokationen gab es nicht, Ekeltheater fehlte, trotz teilweise grenzwertiger Szenen und Ausdrucksweisen und trotz teilweise dunkler Stoffe zum Spielzeitmotto „Familie und andere Grausamkeiten".

Es ist und bleibt jedes Jahr ein Abenteuer, ob es der Theaterleitung gelingt, spannendes, unterhaltsames, zum Nachdenken und Diskutieren anregendes, zeitgenössisches und klassisches Theater in einem ausgewogenen Spielplan zu bieten, das vor allem Langeweile, aber auch Ekel vermeidet. Vielleicht sagt nachher der Intendant dazu etwas.

 

Unser Nachwuchspreis ist eine Gelegenheit, individuell Anerkennung zu zeigen. Im Jahr 2006 haben das Tanzensemble und der Schauspieler Sebastian Hülk unseren Preis erhalten. Leider hat uns Sebastian Hülk verlassen, um in der freien Szene sein Glück zu versuchen.

Im Berichtsjahr haben zwei Schauspieler unseren Publikumspreis für ihre hervorragenden Leistungen bekommen, nämlich Frau Birte Leest und Herr Jochen Drechsler. Beide haben sich durch Vielseitigkeit und Ausdrucksstärke zu Publikumslieblingen gemausert und auch in der neuen Spielzeit bereits ihr Können unter Beweis gestellt.

Nochmals nachträglich unsere Anerkennung und unsere Gratulation.

Im Hinblick auf Ihre künftige Arbeit, lieber Herr Bockelmann, darf ich traditionsgemäß an dieser Stelle ein paar grundsätzliche Worte formulieren.

Wir alle wissen, dass man nicht erwarten kann, dass Sie durchgängig den Publikumsgeschmack treffen, denn es gibt keinen generellen Publikumsgeschmack.

Es ist Ihnen auch im Jahr 2007 gelungen, nicht am Publikum vorbei zu spielen und nicht nur sich selbst oder gar nur das Feuilleton zu bedienen.

Gut so, weiter so!

Wenn ab und zu eine Produktion nicht so gut ankommt, lassen Sie sich keine zusätzlichen grauen Haare wachsen, das gehört auch zum Theaterleben! Wir wissen das.

Das sagte ich aus gutem Grund bereits voriges Jahr und ich bleibe dabei! Überraschen Sie uns doch einfach und zeigen Sie, dass manche Befürchtungen sich nicht bestätigen. Denken Sie an den Spruch von Lessing:

Nicht jeder Liebhaber ist ein Kenner.

Wir, die wir heute hier sind, ja, alle Mitglieder der Fördergesellschaft, sind zumindest Liebhaber. Wir verfolgen Ihre Arbeit sehr genau und immer mit dem größten Wohlwollen.

Das Theater muss der Gesellschaft den Spiegel vorhalten. Es darf sich nicht damit begnügen, dem Publikum nur Vergnügen zu bereiten.

Das Publikum will gut unterhalten sein. Es will aber durchaus Unerwartetes, Unbekanntes und Ungewisses erleben und es hasst Langeweile. Es will Klassik, Werktreue und Ästhetik ebenso wie die Auseinandersetzung, Paradoxes, Experimentelles.

Dieser Spagat ist die hohe Kunst, die der Intendant mit seinen künstlerischen Leitern und mit motivierten Ensembles bringen soll. Manchmal mutet das an wie die Quadratur des Kreises. Aber man muss es immer wieder wagen.

Voriges Jahr hat eine Rede unseres Bundespräsidenten die Theaterleute erregt, als er sich erlaubte, als „Nicht-Fachmann" Werktreue zu reklamieren, vor allem bei Klassikern von Schiller, Goethe und Shakespeare.

Peymann hat Recht, wenn er sagte, Theater sei mehr als die schlichte Wiedergabe der Kunst.

Natürlich ist der Regie alles erlaubt, auch die Bearbeitung des Textes, aber wer die Grenzen der teilweise extremen Verfremdung der Stücke nicht erkennt, wird gnadenlos vom Publikum abgestraft und zwar zu Recht. Da ist es dann besser, doch gleich ganz neue Stücke zu schreiben.

Spannung muss sein, unerwartete Varianten von Bekanntem auch - aber die Botschaft der Stücke darf nicht verändert werden. Das ist meine persönliche Meinung. Ich genieße Ausflüge der Regie dann, wenn die Transformation in die Gegenwart den urheberrechtlich vorgegebenen Inhalt in eine andere Form bringt, aber nicht umdeutet. Regietheater lotet oft die Grenze des Scheiterns aus. Scheitern darf aber nicht selbst zum Programm werden. Zum Glück haben Sie hier ein glückliches Händchen, lieber Herr Bockelmann. Ihr Oberspielleiter Volker Schmalöer, der für die meisten Produktionen verantwortlich ist, demonstriert eindrucksvoll, dass ihm die Botschaft der Stücke heilig ist.

Wir hoffen, dass das so bleibt.

Die Politik beschäftigt sich seit einiger Zeit auffällig intensiv mit dem Thema Kulturwirtschaft. Mir liegen von allen Parteien umfängliche Ausarbeitungen dazu vor.

 

Schön ist es, dass der Wert und die Existenzberechtigung kleinteiliger Kulturwirtschaft bis hin zum kreativen Einzelkämpfer und die Notlage ländlicher Regionen und einzelner Kultursegmente erkannt werden.

Manchmal hat man aber den Eindruck, dass mancher von der staatlichen Subventionierung ganz weg will und das amerikanische Muster im Auge hat. Stärkeres bürgerschaftliches Engagement finden auch wir als Fördergesellschaft gut - das ist schließlich unser essentieller Ansatz, aber die deutsche, die europäische Historie verhindert es glücklicherweise, dass sich der Staat aus finanziellen Gründen immer mehr herauszieht. Die staatliche Subventionierung ist wichtig für die kulturelle Vielfalt und für eine weitgehende Flächendeckung.

Einige aber überziehen dann in die andere Richtung. Die Enquete-Kommission des Bundestags forderte zur Verbesserung der Lage der Kultur in 465 Empfehlungen die Aufnahme des Kulturschutzes und der Kulturförderung in unser Grundgesetz.

Eine Verankerung im Grundgesetz und eine neue Bundeszuständigkeit ist m. E. abzulehnen, da stimme ich der HNA zu - Kultur ist und bleibt Ländersache.

Es gab und gibt immer wieder Interessensgruppen, - Kinderschutz und Sport mögen als Stichworte genügen -, die Argumente für eine aus ihrer Sicht notwendige staatlich regulierte Schutzwürdigkeit anführen. Aber der Staat ist damit überfordert - das Grundgesetz ist kein von der Lobby geprägter Gemischtwarenladen. Es darf nicht mit einer Vielzahl kleinteiliger Staatsschutzzielen überfrachtet werden. Und ob angesichts der aus der Knappheit der Mittel resultierenden Verteilungsproblematik eine Bundeszentrale tatsächlich zu einer besseren Versorgung ländlicher Regionen mit Kultur und Bildung kommt, ist zu bezweifeln.

Wir brauchen keine Verankerung im Grundgesetz.

Wir Förderer und Freunde sollten uns als bekennende Multiplikatoren sehen, die in ihrem Umfeld für die Nutzung der kulturellen Angebote und für Förderung der Kultur durch die Bürger und Unternehmen werben. Ein klares Bürgerinteresse zeigt deutlich, was Bund und Land nicht vernachlässigen dürfen. Durch stärkeres Bürger-Engagement wird auch die Politik stärker in die Pflicht genommen, nicht entlastet.

Das Sponsorentum ist in Kassel eher unterentwickelt. Das steigende Gewerbeaufkommen zeigt, dass es vielen Unternehmen zur Zeit ganz gut geht. Ich würde mir wünschen, dass diejenigen, die es sich leisten können, den Leuchtturm Staatstheater stärker unterstützen.

Soviel zum Grundsätzlichen. Nun einige Punkte aus dem „Tagesgeschäft".

  1. Wir haben im Jahr 2007 die letzte Rate der Sesselspende an das Staatstheater überwiesen. Unser Schatzmeister wird berichten. Unser Fördervolumen betrug 210.000,- € und war das größte Förderprojekt des Jahres 2007 in Hessen. Nochmals herzlichen Dank an alle, die geholfen haben.

  2. Am 10. März 2007 haben wir als gesellschaftlichen Höhepunkt in Kassel einen Theaterball organisiert. Selbst die Skeptiker in der Theaterleitung, die natürlich unsere Art von Ball nicht kennen konnten, waren begeistert. Der Theaterball war ein voller Erfolg. Alle, die dabei waren, können es bestätigen - vor allem aber auch unser Schatzmeister. Er wird Ihnen das Ergebnis präsentieren.
    Herzlichen Dank an alle, die geholfen haben - die Theaterleute, unsere Mitglieder und vor allem meine Sekretärin, Frau Große, und unser Ball-Ausschuss, bestehend aus den Ehepaaren Gerke und Kube sowie meiner Frau.

  3. Voriges Jahr haben Sie uns durch Ihr Votum den Freiraum gegeben, das geplante Buch mit den Lebenserinnerungen unseres langjährigen Chefdramaturgen, Dr. Hans Joachim Schaefer, mit maximal 3.800,- € zu unterstützen. Dank einer spontanen, sehr großzügigen Sonderspende der Kasseler Bank ist uns das leicht gefallen. Herzlichen Dank nochmals an die Kasseler Bank an dieser Stelle. Ganz besonders hervorheben möchte ich die Rolle der Kasseler Sparkasse und der Sparkassen-Stiftung. Ohne deren aktive Hilfe wären die Arbeiten an diesem wichtigen Buch nie begonnen worden. Ohne deren Unterstützung wäre dieses Buch nie erschienen. Herzlichen Dank für dieses Engagment.
    Das Buch wurde am 1. Juli 2007 im Rahmen einer Lesung des Intendanten der Öffentlichkeit vorgestellt. Wir haben unseren Beitrag von 3.800,- € geleistet. Sie können das Buch, das unter dem Titel „Du hast vielleicht noch nicht alles versucht" auf dem Markt ist, im Buchhandel kaufen.
    Es ist schön, dass Herr Dr. Schaefer das Erscheinen seines Buches noch erleben durfte. Kurz darauf ist er verstorben. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Herzlichen Dank an Sie alle - immerhin gab es aus unserem Kreis rd. 150 Buchbestellungen!

  1. Sie erinnern sich, dass wir voriges Jahr über einen Vorschlag unseres Mitglieds Manfred Zalfen zur Jugendförderung abgestimmt haben.
    Wir einigten uns auf einen ersten kleinen Schritt, nämlich die finanzielle Förderung von Eintrittskarten für Schüler, Studenten und Jugendliche. Erstmals sollten sämtliche Sparten des Hauses auf diese Weise der Jugend nahe gebracht werden.
    Das Projekt hatte eine erfreuliche Resonanz. Aus dem Mitgliederkreis kamen 3.000,- € Spenden, die Kasseler Sparkasse spendete 5.000,- € und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC 2.000,- €. Unser Förderprogramm startete im September, aber die Unterstützung durch die Medien ließ sehr zu wünschen übrig. Deshalb hatten wir in den Monaten von September 2007 bis Januar 2008 auch nur einen mäßigen Erfolg, denn das Projekt war einfach nicht bekannt.
    Wir haben in 20 geförderten Vorstellungen nur 286 verbilligte Karten an den Mann gebracht.
    Jetzt wird's besser. Es ist uns gelungen, die HNA doch noch zu aktivieren. Am Hessischen Rundfunk und am Extra Tip bleiben wir dran. Wenn Sie noch begleitend werben, dann wird was draus. Handzettel liegen draußen, bitte nehmen Sie sie mit.
    Es muss uns ein Herzensanliegen sein, junge Menschen in das Theater zu holen, sie dafür zu begeistern.


 

Danach erstatte Herr Bockelmann ausführlich aus seiner Sicht Bericht über das abgelaufene Jahr. Er dankte der Fördergesellschaft ganz ausdrücklich für die tatkräftige Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. Danach bedankte sich der Vorsitzende bei Frau Pudack für die Kassenführung und bei Frau Große für die administrative Unterstützung und beide Damen erhielten als Anerkennung einen Blumenstrauß. Außerdem bedankte sich der Vorsitzende bei der Kasseler Sparkasse für die kostenfreie Unterstützung bei der Kassenführung.

Anschließend erstattete Herr Buchholz den Finanzbericht. Das Jahr 2007 war in finanzieller Hinsicht ein Ausnahmejahr. Es war gekennzeichnet durch die Abwicklung der noch offenen Sesselspenden in Höhe von rd. 156.000,- €, durch den Theaterball, die Unterstützung der Lebenserinnerungen von Herrn Dr. Schaefer, den Beginn des Jugend-Förderprogramms und die normale Regelförderung. Letztere betrug für das abgelaufene Jahr 42.600,- €.

Nach Berücksichtigung der zweckgebundenen Spenden und einer Rückstellung für Steuern im Zusammenhang mit dem Theaterball sowie einer Reserve für Unvorhergesehenes verbleibt ein für die Theaterförderung freies Geldvolumen von 45.000,- € für das Jahr 2008.

Nach dem Bericht des Kassenprüfers, der eine einwandfreie Kassenführung bescheinigte und nach der Entlastung des Vorstands durch die Mitgliederversammlung wurde Herr Orthofer wieder als Kassenprüfer für die Jahre 2008 und 2009 gewählt.

Danach trug der Vorsitzende, zusammen mit dem Intendanten, die Förderwünsche des Staatstheaters für das Jahr 2008 vor, die in Höhe und Struktur den Vorgaben der Fördergesellschaft entsprachen. Die Mitgliederversammlung genehmigte die Vorschläge. Das Ergebnis ist im vorderen Teil des Rundschreibens im Detail dargestellt. Die Gesamtförderung für das Jahr 2008 gliedert sich wie folgt auf: Musiktheater 18.000,- € = 40 %, Schauspiel 14.000,- € = 31 %, Kinder- und Jugendtheater 5.000 - € = 11 % und Tanztheater 8.000,- € = 18 %.

Nach der Abhandlung der Förderwünsche berichtete Herr Dr. Giesler über die Theaterfahrt 2007 nach Gera/Altenburg und Frau Dr. Nobach berichtete über die Veranstaltungsreihe Resonanzboden, die im Jahr 2007 ein voller Erfolg war.

Der Vorsitzende bedankte sich bei Herrn Dr. Giesler, Frau Dr. Nobach und Herrn Gerke für die tatkräftige Unterstützung.

Anschließend erläuterte Herr Dr. Spalckhaver die anstehende nochmalige Satzungsänderung, die von der Mitgliederversammlung genehmigt wurde.

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes berichtete Herr Müller über die bevorstehende Mitgliederversammlung der MUTHEA, die von unserer Fördergesellschaft ausgerichtet wird, wie folgt:

 

Unter Verschiedenes informiere ich Sie, dass unser Verein dieses Jahr die 10. Mitgliederversammlung der MUTHEA ausrichten wird. Die MUTHEA ist der Dachverband der Fördergesellschaften Deutschlands und heißt in Langform Bundesvereinigung deutscher Musik- und Theater-Fördergesellschaften e. V.

Die MUTHEA hat uns schon viele nützliche Hilfestellungen gegeben. Der relativ geringe Vereinsbeitrag von 125,- € im Jahr ist in Ordnung.

Wir freuen uns, dass wir vom 16. - 18. Mai 2008 diese Jubiläumsveranstaltung ausrichten dürfen. Ich danke an dieser Stelle meinen Vorstandskollegen, den Herren Buchholz, Dr. Giesler und Kube, die sich um diese Veranstaltung kümmern.

Wir werden nicht nur in der Sparkasse gute Tagungsräume für die Vorstandssitzung der MUTHEA bekommen, sondern auch im Staatstheater Räume für die Delegiertenversammlung. Dafür herzlichen Dank.

Es findet ein Empfang im Rathaus statt, bei dem Herr Bürgermeister Junge die Gäste begrüßt. Zum Abschluss findet im Foyer des Schauspielhauses am Sonntag, den 18. Mai 2008, von 11.00 - 13.00 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Tanz im Theater - Die Emanzipation einer Sparte?" statt, zu der Sie herzlich eingeladen sind. Wir wünschen uns, dass viele von Ihnen teilnehmen!

Natürlich gibt es auch ein Beiprogramm, das so angelegt ist, dass wir den Gästen unsere Stadt zeigen. Wir freuen uns, dass Herr Oberbürgermeister Hilgen dafür gesorgt hat, dass dieses Programm mit einem Zuschuss von 500,- € finanziell unterstützt wird. Dafür Herrn Oberbürgermeister Hilgen und der Kasseler Sparkasse herzlichen Dank.


Aus der Mitgliederversammlung wurde noch das Thema Parkgebühren angesprochen. Es gibt eine kreative Lösung über die Kinokarte. Die bisherigen Bemühungen sowohl der Fördergesellschaft als auch der Theaterleitung bei Herrn Jochinger waren leider erfolglos.

 

Zum Abschluss spendierte der Theatergastronom, Herr Briggl, noch zwei Eintöpfe. Die dafür geleistete Spende von 159,- € kommt unserer Kasse zugute. Herrn Briggl und den Spendern wurde herzlich gedankt.